Region Südwest

Sommer, Sonne, Cabrio ... geht auch mit einem Citroen BL 11 in Speyer.
Fotos(2): Oldtimerreporter.Müller


Schwester Agnes nannte ihn Florian. Florian hatte ein gutes Leben bei ihr. Mit der gleichen Hingabe, der sie sich auch ihren kleinen und großen Patienten widmete, wendete sie sich auch Florian zu. Jeden Inspektionstermin in 25 Jahren nahm sie wahr, bei jedem kleinsten Geräusch steuerte sie sofort die Werkstatt an, immer stand Florian in der Garage, wenn er gerade nicht gebraucht wurde. Einmal war Florian ein Absperrpfosten im Weg,  die Fahrertür und das Seitenteil bekamen etwas ab. Einfach nur Ausbeulen und fertig? Nicht bei Schwester Agnes und Florian.
Der Werkstattmann ihres Vertrauens päppelte Agnes Liebling wieder artgerecht auf. Ein minimaler Farbunterschied zum anderen, originalen Lack ist das Einzige, was heute noch davon zu sehen ist. Und so sehen wir heute einen lidogrünen VW Derby II, der scheinbar eben erst vom Wolfsburger Band gelaufen ist – und doch bereits 1982 das Licht der Welt erblickte.  Als für Schwester Agnes und Florian aus Altersgründen (von Agnes) die Zeit der Trennung gekommen war, gab es bereits einen fürsorglichen Interessenten, der nicht zur tiefer-breiter-härter-Fraktion zählte. Dem mochte Agnes ihren Liebling gerne kostenlos übergeben, zu treuen Händen. Aber da war dann noch… Eine wohlmeinende Freundin von Agnes. So einen Schatz könne man doch nicht verschenken, meinte diese. Verkaufen solle Agnes den Florian. Gesagt, getan. Agnes und der zukünftige Eigner einigten sich auf die Zahlung von exakt einem Euro für Florian. Damit war die Verkaufsauflage erfüllt. Solche Geschichten erfährt...

Einmarsch der Gladiatoren. Wie es das Hofprotokoll verlangt, folgt der /8 mit gebührendem Abstand der S-Klasse.    Fotos(2): Oldtimerreporter.Gaubatz


Lebach wird einmal im Jahr zum Eldorado der saarländischen Oldtimerszene. Doch ein simples Oldtimertreffen? Damit ist es nicht getan. Die Stadt Lebach und der Verkehrsverein veranstalten zeitgleich eine Kirmes und einen verkaufsoffenen Sonntag. Für Unterhaltung, Speis' und Trank ist also bestens gesorgt. Aber wie sieht es auf dem eigentlichen Publikumsmagneten, dem Oldtimertreffen aus? Wir waren vor Ort.
Beginn der sonntäglichen Oldie-Schau ist auf zehn Uhr festgelegt. Halbe Stunde vor der Zeit, ist des Reporters Höflichkeit. Nichts. Aber kurz vor zehn glaubt man sich plötzlich im Taubenschlag, denn so geht es auf einmal zu. Einer nach dem Anderen passiert die Einfahrt, wird vom vereinseigenen Ordnungsdienst auf seinen Platz geschickt. Eine Platzordnung scheint es indes nicht zu geben, doch wenn man genauer hinsieht, dann erkennt man den Gedanken. Zwar stehen einige Marken zusammen, doch dazwischen immer wieder fremde Fahrzeuge. So entsteht ein...

American way of sports - mit Chewing Gum in den Federbeinen.
Fotos: Oldtimerreporter.Müller


Preisfrage : Welcher Oldie ist der Richtige? Gibt es einen eindeutigen Sieger bei der Frage nach DEM Oldie schlechthin? Zur Beantwortung dieser Frage begebe man sich auf ein großes Oldtimertreffen und erhalte die herausragende, absolut erfüllende und klare Antwort: Jein. Da versammelt sich alles, was bekannt und unbekannt ist, richtig alt neben Youngtimer, teuer neben Kassengestell und – groß neben klein.
Wir sehen ein Autobianchi Bianchina 500 Cabriolet, in real etwa 3m lang, gefühlt eher noch kürzer. 15 PS hat das Wägelchen, die italienischen Alpen dürften damit eine besondere Herausforderung gewesen sein. Man fragt sich, wie auch nur zwei Personen ohne klaustrophobische Anfälle in diesem Autochen gen Süditalien gebrummt sind. Na ja, im italienischen Sommer konnte man ja das Dach öffnen und sich Luft zuführen.
Ganz sicher aber werden...

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