Very british - alle beide. Der Rolls und der Austin A30 dürfen heutzutage gleichermaßen als edle Karossen gelten.      Fotos(2): Oldtimerreporter.Fröhlich


British Garden Days – das klingt so ein bisschen Etepetete,  fast nach Pebble Beach. Doch auch mit meinen grauen Jeans und weißem Hoodie falle ich nicht unangenehm auf, auf Schloß Diedersdorf. Nichtsdestotrotz waren im Schlosshof edelste Karossen zu bewundern, der unumgängliche Rolls Royce, hier ein Corniche , ein Austin Healey 3000 und diverse MG B sowie zahlreiche blitzende Mini. Schmuckstück der Veranstaltung war zweifelsohne ein Aston Martin DB 5 im Gegenwert einer kleinen Villa, dessen Halter ganz locker am Fahrzeug lehnte als sei es ein schnöder Käfer. Ohne Hochglanz, dafür mit reichlich Gebrauchsspuren präsentierten sich, etwas weggeduckt am Rande, Land Rover diverser Serien. Mit Sicherheit könnten sie mindestens genauso viel erzählen wie die blitzenden Nobelkarossen.
Etwas Verwirrung stiftete das Ford Modell T – doch alles richtig: in Manchester war Fords erste außeramerikanische Produktionsstätte entstanden, ergo war dieser auch ein British Car. Übrigens: Von 1926 bis 1931 wurde die Tin Lizzie auch in Berlin, in einer von Ford angemieteten Getreidelagerhalle im Westhafen, montiert.
Im Schlosspark dann durften sich –neben Fahrzeugen von der Insel- auch „continental cars“ präsentieren, wie der Adenauer Mercedes in Originalzustand, dessen Erstbesitzer das Rockefeller Center in New York gewesen sein soll. Interessant war zudem der Rucksack-Mini, der seinerzeit unter dem Namen Wolseley Hornet von Morris vertrieben wurde.
Natürlich gab es auf den British Garden Days auch viel Pflanzliches zu sehen, doch da hat sich der Oldtimerreporter ausgeklinkt. Er hat eher ölige Finger als einen grünen Daumen.


Warum muss man bei diesen Autos immer nur an James Bond denken??

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