Ami-Klassiker


Es gibt viele! Mehr als wir dachten! Und zwar Freunde amerikanischer Fahrkultur. Die haben hier ihre eigene Rubrik.
Überwiegend gefüttert von unserem Ami-Spezialisten Arild Eichbaum. Und immer gern auch dirket aufgerufen über www.vintage-ami.de. Viel Spaß dabei!

Camaro als Hochzeitskutsche: hier im Einsatz am Rathaus Köpenick. Den gepfeilten Grill bekam der Chevrolet Camaro 1968.
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Nach einem erfolgreichen Debüt auf dem Pony Car-Markt war es für den Chevrolet Camaro im Folgejahr unumgänglich, mit einigen Upgrades aufzutrumpfen. In deren Genuss kam das Camaro Convertible 1968 natürlich auch. Als Mustang-Rivale kam der Chevrolet Camaro spät, aber keineswegs nach Ladenschluss:
AMC präsentierte fürs Modelljahr 1968 den Javelin, und Dodge ließ sich für den Challenger Zeit bis 1970. Mit dem Camaro kamen 1967 aber auch der Pontiac Firebird und der Mercury Cougar auf den Markt, und so tat die Bowtie-Division gut daran, ihrem Volkssportler eine markante, aber nicht allzu aufwendige Modellpflege angedeihen zu lassen. Die wichtigsten Neuigkeiten für 1968 umfassten einteilige ohne Dreiecksfenster gelieferte Seitenfenster, die mit Einführung des Belüftungssystem Astro Ventilation hinfällig wurden, und einen gepfeilten Grill. Dieser Hingucker rahmte die Parkleuchten und sollte beim 69er Camaro noch kräftiger betont werden. Zudem gab es Heckleuchten mit integrierten Rückfahrscheinwerfern.

Der AMC Gremlin auf Basis eines gekürzten Hornet war für damalige Verhältnisse schon gewagt, der rundliche AMC Pacer mindestens revolutionär. Zumindest die Karosserie.
Einerseits baute der AMC bei 254 cm Radstand mit 436 cm sehr kurz, andererseits glichen Höhe und Breite von 136 respektive 196 cm zeitgenössischen Fullsize-Limousinen. So war es auch nur richtig, dass AMC den im Februar 1975 lancierten Pacer als „the first wide small car“ anpries. Der hohe Glasanteil machte den ersten breiten Kleinwagen mit angesagtem Schrägheck sehr übersichtlich, die reichlich installierten Karosserieverstärkungen wie etwa der Seitenaufprallschutz den Pacer sehr sicher. So sicher, dass er in vielen Destruction Derbies nicht zugelassen, da zu überlegen war. Schwer allerdings auch: Ohne jegliche Extras kam der AMC Oldtimer in Grundausstattung schon auf satte 1.440 kg. 

Nach der großen Modellpflege im Vorjahr fielen die Neuerung am Jeep Grand Wagoneer 1987 eher spärlich aus. Für Jeep als Mutter des betagten wie beliebten Grand Wagonner passierte um so mehr – am 2. März 1987 übernahm Chrysler AMC und damit auch Jeep. So hatte der 86er Jeep Grand Wagoneer ein neu gestaltetes Armaturenbrett in Holzoptik mit verbesserter Klimasteuerung und eine überarbeitete Lenksäule mit Bedienhebeln für Beleuchtung und Scheibenwischwaschanlage sowie neuem Lenkrad bekommen. Außen sorgten ein neuer Kühlergrill, ein neues Holzdekor und ein stehendes Haubenornament für frischen Wind. Kein Wunder, dass Jeep es im Folgejahr bei sehr subtilen Änderungen, einschließlich neuer Innenfarben und der Neuplatzierung der inneren Türgriffs beließ. Wesentliche Exterieurneuerung am ’87er Grand Wagoneer stellten die in Schreib- statt Blockschrift gehaltenen Typenschilder dar; zudem sollte es der letzte Jahrgang werden, der Leichtmetallräder mit Goldeinlagen verwendete.