Ami-Klassiker


Es gibt viele! Mehr als wir dachten! Und zwar Freunde amerikanischer Fahrkultur. Die haben hier ihre eigene Rubrik.
Überwiegend gefüttert von unserem Ami-Spezialisten Arild Eichbaum. Und immer gern auch dirket aufgerufen über www.vintage-ami.de. Viel Spaß dabei!

Normandie? Korea? Wäre nicht der Hintergrund und die unübliche "Uniform" des Fahrers, könnte man das glatt annehmen. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel


Okay. Es gibt da immer noch die eine oder andere Differenz. Aber die Mehrheit tendiert doch zu General Purpose - also wörtlich "Allgemeine Verwendung" - kurz: GP als Entstehungsgeschichte des Wortes Jeep im Ami-Slang. Obwohl - der Besteller, die US-Army, soll den Begriff nie verwendet haben. Wie dem auch sei. Der kleine robuste Geländegänger wir in diesem Jahr 80 Jahre alt - ein Methusalem, quasi.

Camaro als Hochzeitskutsche: hier im Einsatz am Rathaus Köpenick. Den gepfeilten Grill bekam der Chevrolet Camaro 1968.
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Nach einem erfolgreichen Debüt auf dem Pony Car-Markt war es für den Chevrolet Camaro im Folgejahr unumgänglich, mit einigen Upgrades aufzutrumpfen. In deren Genuss kam das Camaro Convertible 1968 natürlich auch. Als Mustang-Rivale kam der Chevrolet Camaro spät, aber keineswegs nach Ladenschluss:
AMC präsentierte fürs Modelljahr 1968 den Javelin, und Dodge ließ sich für den Challenger Zeit bis 1970. Mit dem Camaro kamen 1967 aber auch der Pontiac Firebird und der Mercury Cougar auf den Markt, und so tat die Bowtie-Division gut daran, ihrem Volkssportler eine markante, aber nicht allzu aufwendige Modellpflege angedeihen zu lassen. Die wichtigsten Neuigkeiten für 1968 umfassten einteilige ohne Dreiecksfenster gelieferte Seitenfenster, die mit Einführung des Belüftungssystem Astro Ventilation hinfällig wurden, und einen gepfeilten Grill. Dieser Hingucker rahmte die Parkleuchten und sollte beim 69er Camaro noch kräftiger betont werden. Zudem gab es Heckleuchten mit integrierten Rückfahrscheinwerfern.

Der AMC Gremlin auf Basis eines gekürzten Hornet war für damalige Verhältnisse schon gewagt, der rundliche AMC Pacer mindestens revolutionär. Zumindest die Karosserie.
Einerseits baute der AMC bei 254 cm Radstand mit 436 cm sehr kurz, andererseits glichen Höhe und Breite von 136 respektive 196 cm zeitgenössischen Fullsize-Limousinen. So war es auch nur richtig, dass AMC den im Februar 1975 lancierten Pacer als „the first wide small car“ anpries. Der hohe Glasanteil machte den ersten breiten Kleinwagen mit angesagtem Schrägheck sehr übersichtlich, die reichlich installierten Karosserieverstärkungen wie etwa der Seitenaufprallschutz den Pacer sehr sicher. So sicher, dass er in vielen Destruction Derbies nicht zugelassen, da zu überlegen war. Schwer allerdings auch: Ohne jegliche Extras kam der AMC Oldtimer in Grundausstattung schon auf satte 1.440 kg.