Franzosenblech.de

"Franzosenblech" ist das Magazin aus dem Hause Oldtimerreporter, das sich mit dem "Savoir-Vivre auf Rädern" beschäftigt - und mit der Erkenntnis, dass Franzosen ein ziemlich entspanntes Verhältnis zu ihren Fortbewegungsmitteln haben - genau wie die Fans französischer Mobilität auf der ganzen Welt. Herzlich willkommen also bei "Franzosenblech.de" - gedruckt und im Netz. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

Dieser R11 ist ein Vertreter der zweiten Serie, erkennbar an den großen Scheinwerfern. Die erste Serie kam mit kleineren Doppel-Rechteck-Leuchten daher. Fotos: Oldtimerreporter.Gaubatz


1981 war es mit der rundlichen Gemütlichkeit bei Renault vorbei. Nun kamen die Typen mit Ecken und Kanten. Erster Vertreter der neuen Design-Offensive war der Renault 9. Wir wollen den Blick aber auf den Jubilar Renault 11 richten, der vor nunmehr 35 Jahren den eher glücklosen Renault 14 beerbte. Allerdings gehören die beiden Schwestern 9 und 11 untrennbar zusammen, technisch sind sie weitgehend identisch.
Im Mai 1983 erschien die R9-Schwester und blies, wie schon ihre Vorgänger, zum Sturm auf die Bastille Wolfsburg. Der natürliche ...

Die erste Espace-Generation, die eigentlich für den PSA-Konzern als Rancho-Nachfolger entwickelt wurde, sorgte bei Renault für Feierlaune. Auch wenn der Anfang etwas holprig verlief.  Foto: Eric Manesse


Anfang der 1980er-Jahre macht sich eine Delegation in Romorantin-Lantheney auf den Weg, um ins mehr als 500 Kilometer entfernte Sochaux zu pilgern.
Im Gepäck hatten die PSA-Gläubigen ihr „Project P18“. Und fest in ihrem Glauben waren sie sicher, dass man das Geschäft machen würde. Immerhin gab PSA den Auftrag, der P18 sollte den Talbot-Matra Rancho ersetzen. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt... Die Tore in Sochaux blieben verschlossen.

Der Renault 12, auf den ersten Blick bieder, doch sieht man genauer hin erkennt man einen gewissen Avantgardismus bei der Formgebung. Dieser R12 ist ein Modell der zweiten Serie, an der geänderten Front zu erkennen.
Fotos: Oldtimerreporter.Gaubatz


Zugegeben, ein nicht gerade schmeichelhafter Titel. Aber zutreffend. Im positiven Sinne. Denn ursprünglich war der „Douze“ ausschließlich für den nordafrikanischen Markt geplant. Und man konnte schließlich dem Lieblings-Feind Peugeot nicht kampflos das Feld überlassen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So auch beim Renault 12.

Mehr Auto braucht kein Mensch: Der Renault 4 CV wurde über 1,1 Millionen mal verkauft.
Foto: Berthold Werner


Anfang 1942, Boulogne-Billancourt. Eine illustre Runde um Fernand Picard, Entwicklungschef bei Renault, macht sich an die Arbeiten zu einem völlig neuen Gefährt. Die Idee dazu brachte der Chef selbst aus dem Deutschen Reich mit, im Rahmen der Berliner Automobilausstellung bekommt er eine Audienz bei Hitler. Der ihm Pläne des KdF-Wagens zeigt. Nun weiß Renault aber schon längst, dass dies nicht Porsches Idee ist, sondern auf Barényi und Ledwinka zurückgeht. Doch bevor er anfangen kann bricht der Krieg aus, Frankreich wird erobert und die Renault-Werke von den Nazis besetzt. Und zivile Projekte sind bei Strafe verboten. Was Renault nicht weiter schert, er will ihn, den französischen Volkswagen.
Aber der Krieg behindert die Arbeiten, und doch übersteht der kleine Wagen drei Fliegerangriffe auf fast wundersame Weise.

 


Noch mehr zum Thema Franzosenblech in unseren Heften! Bestellung hier...:

Heft1/2020: Renault Clio: Die ersten sind historisch, Simca 1200S und Rallye: Heckschleuder und Donnerbolzen
Unser GTÜ-Sachverständiger rät: H-Kennzeichen und Internetadressen, Renault Express / Rapid: Unser „Neuer“ ist da, Peugeot 404: „Unkaputtbar“, Peugeot 404 Coupé: (M)eine 404-Geschichte, Peugeot: Von der Weberei zum Mobilitätskonzern, Peugeot 304 Cabrio / Coupé: Dabei sein ist alles, Delaunay-Belleville: Lehrwerkstatt für Louis Renault?, Feuer in der Hütte: 40 Jahre Renault Fuego, Abkehr von der Revolution: War der Renault GTA der Anfang vom Ende? Citroen GS: Vor 50 Jahren kam die Komfort-Mittelklasse, Citroen SM: 1970 startet der glücklose Monarch, Renault erobert die Sahara: In die Wüste geschickt, Pionier Leon Bollée: Vom Rechner zum Auto, Dyna X: Panhards Aufbruch in moderne Zeiten, Djet und 530: Mittelmotorpioniere, Star-Rummel: Wie sich Simca einen Straßenkreuzer angelte, Renaults Transporter-Tradition: Dicke Dinger, Phantom der Straße: Citroen Belphegor

Heft2/2020: Mit rund 30 Themen: 100 Jahre Talbot über die Firmengeschichte und die wichtigsten Fahrzeuge – Franzosen-Golf, der 1100-er Simca, Kuckuckskind 309: Sollte er wirklich Arizona heißen? – Nicht ohne meinen Talbot – ein Klassiker als Lebensgefährt – Von der Raubkatze zum Raubfisch: Die Geschichte von Bagheera und Murena – Flunder mit Williams-Herz: der Renault Sport Spider – Paris-Rouen: das erste Autorennen der Welt – Reine Nervensache: der Renault Nervastella – Doppeltes Lottchen – die zwei Leben des Mehari 4x4 – Bugatti Typ 13: der erste Vierventiler – Frontantrieb und Tischfußball: Rosengart – Jean-Claude statt J.R.: Der Dallas macht auf Jeep – Karlsruher Peugeot-Power: 403 + 101 = 504?? – Gordini, der Hexer – Renault Galion, Feuerfrau und Waldarbeiter – Es ROCkt in der Eifel…. und mehr

Und: Sonderheft 100 Jahre Citroen