Oldtimerreporter überregional

Zeitgeistig und zeitlos hübsch gleichermaßen: Dieser Intermeccanica Italia (und ex-Torino) Spyder von 1972 brachte es mit dem 5,7-Liter-Ford-Achtzylinder im vierten Gang auf 220 km/h.
Foto: Imago.Sebastian Geisler


US-Motoren in europäische Karossen zwängten nicht nur Iso, De Tomaso oder Jensen. Auch der Turiner Hersteller Intermeccanica schenkte sich die Entwicklung eigener potenter Aggregate. Nach Aufenthalten in den USA und Kanada zog der gebürtige Ungar Frank Reisner samt Familie 1959 nach Italien. Dort verdiente er dort zunächst bei der römischen Giannini Automobili S.p.A. seine Brötchen, bevor er in Turin die North-East Engineering Company gründete. Die wurde alsbald in Costruzione Automobili Intermeccanica S.p.A. umbenannt.

Die DDR-Autolandschaft war ein wenig vielfältiger als heute oft dargestellt.  Wenn man heute Filme sieht, die in der DDR spielen, fahren auf den Straßen beinahe nur Trabbis und Wartburgs. Das erzeugt ein Trugbild bei den jüngeren Generationen und auch beim Zuschauer, der etwas tiefer im Westen aufgewachsen ist. Natürlich bestimmten die beiden oben genannten Typen das Straßenbild, aber es gab durchaus noch andere Pkw-Typen im Osten. Vor allem aus der Tschechoslowakei und später auch aus der Sowjetunion und Polen wurden Personenkraftwagen importiert.
Einen guten und interessanten Überblick darüber gibt das beim Motorbuch Verlag erschienene Werk von Ralf Weinreich „Autos der DDR – Importfahrzeuge“. Reich bebildert und mit informativen Texten, die sowohl die verschiedenen Pkw-Typen von Skoda bis Tschaika als auch die gesellschaftlichen Umstände der DDR-Autogesellschaft schildern, finden wir in dem Band auf 128 Seiten.

Der nächste Sommer kommt bestimmt...
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Prächtige Scheunenfunde gibt es nicht nur im Fernsehen, für Heidi und Michael kam der dritte Oldtimer ihrer Sammlung eher zufällig.
Da war der Roadsterspaß vorbei. Zumindest für zwei Studenten, die den 1974er MGB Roadster im Frühjahr 1997 von ihrer mehrwöchigen USA-Reise mit nach Berlin brachten. Die dortigen Schutzmänner fanden die Cali-Plates weniger erfreulich und kassierten die fremden Nummernschilder nach einem halben Jahr Hauptstadtverkehr endgültig ein.
Damit begann für den karosseriemäßig gut erhaltenem Briten eine intensive Suche nach einem geeignetem Lagerplatz, wo er dann 15 Jahre unangerührt verbrachte, berichtet Heidi und fährt fort: „Eines Tages fragte unser Nachbar, was wir denn so für Oldtimer bei uns hätten. Bei ihm würde auch einer rumstehen und ob wir Interesse an diesem alten Auto hätten. Das müsse endlich aus ihrer Scheune, der Besitzer wolle sich jetzt auch davon trennen. Mein Mann führte mit dem Besitzer eine ausgesprochen kurze Preisverhandlung, bis 1.000 Euro wollten wir gehen. Bei 100 kam der Handschlag.“

Ein echtes Schnäppchen! Für Michael Wichmann wurde der Traum vom gepflegten Rentnerauto wahr.
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Gepflegter Garagenwagen aus erster Rentnerhand mit niedriger Laufleistung? Hätte jeder gern, doch kaum einer hat so viel Glück. Mit Beziehungen stehen die Chancen deutlich besser, wie die Geschichte von  Michaels 1980er Capri 1.6 L zeigt.
„Nach dem Tod eines guten Bekannten, mit dem sie von ihrer Tante ein altes Auto kaufte, weil jene nicht mehr fahren durfte, so klagte eine Freundin meiner Frau, stünde dieses Fahrzeug herum, angeblich ein Capri. Da wurde ich hellhörig, denn das Ford Coupé hatte mir schon immer gut gefallen.“ Der zwischenzeitlich verstorbenen Tante aus Wiesbaden auch, zuvor fuhr sie zehn  Jahre den Mk1, störte sich aber stets an der Vierzylinderhaube ohne Auswölbung.