Unter Rallye-Brüdern: Der Lancia 037 (vorn) wurde auf Basis des Beta Montecarlo entwickelt.
Foto: Stellantis/Lancia


Im Januar 1983 gewannen die deutschen Weltmeister Walter Röhrl/Christian Geistdörfer im Lancia Rally 037 die Rallye Monte-Carlo. An diesen Sieg erinnert Lancia jetzt mit einer Ausstellung auf der Piazza San Carlo in Turin. Sie war gestern einer von fünf Startorten der Rallye Monte-Carlo Historique, einer Oldtimer-Veranstaltung auf den Spuren der berühmten Rallye. Sie begann mit Sternfahrten aus Bad Homburg, Turin, London, Oslo und Reims nach Monaco. Lancia ist mit rund 30 Fahrzeugen im Teilnehmerfeld vertreten.

Würdiger Nachfolger der "Neuen Klasse".
Fotos: Oldtimerreporter.Gaubatz


1972 beginnt in München eine neue Ära. Mit dem „5er“ schafft man nicht nur eine logischere Nomenklatur, sondern ordnet auch die Modellpalette. Nach dem intern E12 genannten 5er folgen die anderen Baureihen, wie der 3er, 7er und 6er. Schauen wir also einmal auf den Urvater der neuen bajuwarischen Weltordnung.
Seit 1962 bringt BMWs „Neue Klasse“ den bayrischen Konzern wieder zurück in die Erfolgsspur. Zwar hat der BMW 700 das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen gebracht, aber erst die Neue Klasse und deren „Ableger“, die 02er-Reihe, sorgen für ordentliche Absatzzahlen. 1972 ist es an der Zeit, einen würdigen Nachfolger zu präsentieren.

Auch unter Staatsoberhäuptern ist die Oldtimerleidenschaft nicht selten. Die Lancia Flaminia ist in Italien das Maß aller Dinge beim Präsidententransport. Fotos: stellantis


Seit 1961 ist die Lancia Flaminia das offizielle Fahrzeug des Präsidenten der Italienischen Republik. Das in spezieller Ausführung gebaute Luxusfahrzeug wurde seitdem bei der Amtseinführung von zehn Präsidenten sowie bei den Feierlichkeiten zum „Tag der Republik“ an jedem 2. Juni eingesetzt. Auch Staatsgäste, darunter Politiker wie John F. Kennedy und gekrönte Staatsoberhäupter wie Queen Elizabeth II., fuhren einst mit der Lancia Flaminia zu offiziellen Anlässen.
Jetzt rollte die präsidiale Lancia erneut durch die Straßen Roms. Der greise Sergio Mattarella, gerade wiedergewählter italienischer Staatspräsident, legte mit ihr den Weg vom Palazzo Montecitorio, wo er vor beiden Häusern des Parlaments den Amtseid ablegte, zu seiner Residenz zurück. In einer symbolischen Umarmung der italienischen Hauptstadt führte die Route vom Montecitorio zur Piazza Venezia, zum Denkmal des unbekannten Soldaten und schließlich zum Palazzo del Quirinale.

"Frisch" aus den Pyrenäen: Ein megaseltener und dank der Pflege der Vorbesitzerin top erhaltener OSI Neckar St. Trop, jetzt in den Händen des überzeugten Europa-Fans Ulrich Schulik. Fotos: Oldtimerreporter.Müller


Europa in den 1960er-Jahren. Die Spuren des Krieges sind noch deutlich zu erkennen an vielen Ecken des Kontinents. Man ist darum bemüht, sie auszuradieren, die Wirtschaftswunder werden angeschoben. Dass die einzelnen Länder miteinander arbeiten sollten, ist noch nicht in alle Winkel Europas vorgedrungen. Eine Union erscheint weit entfernt, wirklich grün ist man sich noch wenig in Europa. Dabei zeigt doch ausgerechnet ein Automodell auf, dass es funktionieren kann: Der NSU-Fiat Neckar Europa. Uff, welch ein ausufernder Name.