Oldtimerreporter überregional

Auch der Corolla der zweiten Serie lief in Portugal vom Band.
Foto: Oldtimerreporter.Eichbaum


Toyota feiert 50 Jahre Fahrzeugproduktion in Europa: 1971 gründete der japanische Autohersteller zusammen mit Salvador Caetano ein kleines Montagewerk in Portugal, heute betreibt das Unternehmen ein Netz aus neun Produktionsstätten mit rund 22.000 direkt beschäftigten Menschen und 800.000 produzierten Fahrzeugen pro Jahr – Tendenz weiter steigend.
Alle Toyota Modelle, die sich in Europa am besten verkaufen, werden auch hier gebaut: vom Aygo und Yaris über Corolla und C-HR bis hin zu RAV4 und Yaris CR.
Das erste in Portugal gebaute Modell war der Toyota Corolla. „50 Jahre Produktion in Europa – wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein“, sagt Europa-Vizechef Marvin Cooke.


Nicht nur Kevin gefiel der Corsa GSI… 100 PS bei rund 830 Kilo Leergewicht sorgten für ordentlichen Vortrieb.
Foto: Opel /stellantis


...ja, ich höre den Aufschrei. Ein Opel Corsa A in einem Oldtimer-Magazin! Ist das nicht so, als ob man in einer Metzger-Postille über vegane Kochrezepte referieren würde?  Darf sich der Corsa A „Oldie“ nennen? Nun, spätestens beim Anblick eines Corsas mit H-Kennzeichen wird klar, der darf das! Gleichzeitig wird auch klar, wie erschreckend schnell man alt wird… Fuhr der Corsa A nicht eben noch als Neuwagen durch die Gegend? Das Gedächtnis kramt und findet heraus, dass die letzten Corsa A 1993 neu vom spanischen Band rollen… die ersten bereits 1982! Die frühen Exemplare sind also amtliche Oldies, sofern sie noch existieren. Sind sie auch Oldies der Herzen? „Newies“ der Herzen sind sie ab 1982 allemal, wie hier bewiesen:

"Bürger"-Meister: Der C-Rekord hatte seine Hauptkundschaft in Kreisen konservativer Angestellter, die es geschafft hatten. 
Fotos: Oldtimerreporter.Müller


1966 in Deutschland. Das Wirtschaftswunder hat sich in Deutschland eingerichtet, Häuser werden fleißig aus dem Boden gestampft, die Italienreisen sind beinahe Allgemeingut. Die Automobilindustrie liefert die passenden Gefährte für den Trip ins Land der blühenden Zitronen. Immer mehr Bundesbürger können sich beide Träume auch verwirklichen, wenn auch mit Pfennigfuchserei. Welche Gefährte da zur Verfügung stehen? Nun, allen voran natürlich das vierrädrige Insekt aus Norddeutschland, das seit 20 Jahren vom Band rollt und rollt und rollt… Auch ein Bochumer Leichtmatrose kann den Siegeszug des Krabblers nicht aufhalten. Und eine Klasse höher?

Der Missverstandene: Irgendwie passte der K 70 nicht in das luftgekühlte Wohlfühlambiente der VW-Kundschaft. Oder war es doch der Konzern-Stiefbruder Audi 100, der rund zwei Jahre früher erschienen war, alles ein wenig besser konnte und dem 70-er den Garaus bescherte?
Fotos: Oldtimerreporter.Müller


Liebe ehemalige VW-Verkäufer, wie erklären Sie sich das?  Da erscheint der K 70 auf dem Markt, frisch gestylt, modern konzipiert, manch anderem Modell der Konkurrenz voraus. Und trotzdem verkauft er sich nur schleppend. Rund 200.000 Exemplare bringt VW von 1970 – 1975 an den Mann, für Volkswagen-Verhältnisse sind das Spurenelemente. Der Abgasskandal ist noch sehr fern, und auch ungünstige Schwingungen wie Corona & Co., auf die man es schieben könnte, sind Utopie. Was also ist schuld am K70-Dilemma? Blenden wir dazu in das Jahr 1970 zurück: