Oldtimerreporter überregional

Ganz in Rosa geht auch - der Bel Air von Grace Braeger kommt aber schwarz daher - siehe Video unten.    Bild: Hersteller


So mancher Oldtimerliebhaber in Wisconsin wird jahre - ja: jahrzehntelang sehnlichst auf diese Worte gewartet haben. Diese Worte aus dem Mund von Grace Braeger aus West Bend. Gemeint ist ihr Chevrolet Bel Air, Baujahr 1957, Kennzeichen „57 LADY“. Seit 1957 das, das einzige Auto der rüstigen Dame.
Ihr erster Wagen war ein ´50er Chevrolet Club Coupe, und als der anfing, Geräusche zu machen, empfahl man ihr kurzerhand, einen neuen Wagen zu kaufen. Im benachbarten Milwaukee gab es einen Händler namens King Braeger - sein Firmenschild ziert noch heute die Kofferraumklappe des Bel Air - und hier, dachte sich Grace, bin ich richtig. Die ´58er Modelle standen vor der Tür, so konnte Ms. Braeger ihren ´57er Vorführwagen mit immerhin schon gut 4000 Meilen auf dem Tacho für günstige 2250 USD erstehen (Neupreis in Deutschland 1957: 18.100 DM). Neben dem in USA durchaus üblichen Automatikgetriebe – Ms Braeger entschied sich sogar für die 3-Gang-Automatik „Turbo Glide“- glänzte der Bel Air mit Servolenkung und Bremskraftverstärker – und einem 283 hp starkem V8-Motor. Das war 1957 durchaus gehobener Luxus.
Seit diesem Tag...

Endlich ist es soweit. Wartburg Willy wird in die neue Welt verschifft. Er und die Besatzung Jörg Tissat und Arnold Schneider werden am 30. April um 14 Uhr nach über vier Jahren Vorbereitungszeit vor dem Potsdamer Rathaus hochoffiziell von Bürgermeister Jann Jakobs verbschiedet. Zwei Tage später geht's für Willy in Bremerhaven an Bord. Und einen runden Monat später folgt die Besatzung, um dann Kurs auf Potsdam zu nehmen. Richtig gelesen.
Gemeint ist aber das Potsdam im US-Bundesstaat New York nahe der kanadischen Grenze im Landkreis St.Lawrence County, das rund zehnmal kleiner als "unser" Potsdam ist. Im Gepäck hat das Team natürlich einige Souvenirs als Gruß aus dem "richtigen" Potsdam. Gute Reise!

"Fulldresser": Sogar zeitgenössisches Zubehör ist vorhanden. Ob das Radio noch spielt? Fotos(2): The PROtograph


Scheunenfundgeschichten fangen immer gleich an: „Opa hat da noch…“. Doch immer seltener werden neue geschrieben. Insbesondere über Oldtimer aus der Zeit kurz nach dem Krieg. Und schon gar nicht über „West“-Oldtimer, die im „Osten“ auftauchen.

Das Epizentrum des nun folgenden Berichts liegt in Thüringen, genauer: in der Region um Saalfeld. Es ist so eine richtig schöne Geschichte vom Dorf. Ein paar Jungs haben sich den Luftboxern aus Wolfsburg verschrieben. Auf einen Teilbereich der Restaurierung, das Strahlen, haben sie sich spezialisiert und das Hobby vor drei Jahren zum Beruf gemacht. Nennen sich jetzt Strahlwerk Deluxe.
Etwa zur selben Zeit begab es sich, dass sie beim Weihnachtstanz im Dorfkrug angesprochen wurden. Opa hätte da einen „alten VW“ zu stehen, ob sie sich den mal angucken wollten. Die Frage war rhetorisch, am nächsten Tag und im übernächsten Dorf trauten die VW-Spezialisten ihren Augen nicht: Was ihnen dort hinter und unter ganz viel Gerümpel entgegenblinzelte, war nichts weniger als das Brezelfenster. Weggestellt hatte der ältere Herr den Krabbler...

Die Firma Peter Ebeling hat zum Jahreswechel ein neues Domizil bezogen. Bei den rührigen Ebelings, die nicht nur Teile für Käfer und Co anbieten, sondern auch mit mehr als 30 Jahren Erfahrung den einen oder anderen wertvollenTipp auf Lager haben, gibt's auch den gedruckten Oldtimerreporter.
Der neue Betrieb liegt am Berliner Stadtrand auf Brandenburger Seite in Nachbarschaft zu Mahlsdorf. Die Anschrift lautet: Alter Feldweg 1, 15366 Hoppegarten, geöffnet Dienstag bis Samstag von 13 bis 18 Uhr. Und im Internet natürlich rund um die Uhr zu erreichen unter www.peter-ebeling.de.