Hervorragend ist der Zustand von Werners DKW 1000SP.
Der deutsche "T-Bird" kam in den Handel, als das Original bereits den ersten Modellwechsel vollzog und dabei unter anderem Doppelscheinwerfer bekam.
Fotos: Oldtimerreporter.Schütt
Der „deutsche Thunderbird“ wurde im Sprachgebrauch von Auto Union SP1000 Roadster genannt.
Vor vierzig Jahren kaufte sich der Werner seinen SP1000, Baujahr 1962 am Theodor Heuss Platz für 400 DM.
Ich war damals ganz aufgeregt, als ich die Anzeige in einer großen Tageszeitung las, so Werner. „Meine spontane Redaktion war: anrufen per Analog-Telefon – Smartphone und Internet war noch weit entfernt - und einen Termin zu vereinbaren – so schnell wie möglich – um das "sportliche" Cabriolet zu ergattern. 
Dreizylinder-Zweitakt-Klang und -Duft statt V8-Geblubber wie beim Original. Knapp ein Drittel der Leistung des großen Vorbilds reicht dem SP um eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h (Werksangabe) zu erreichen. Bei Werners Exemplar ist auch noch die 6-Volt-Anlage erhalten.
Vom Roadster wurden übrigens nur rund 1600 Stück gebaut. Damit war er schon zu seiner Zeit auf den Straßen ein seltener Anblick. Besser verkauften sich mit rund 5000 Exemplaren die Coupés.
Als ich dort ankam, sah der aber nicht annähernd so gut aus wie jetzt“, ergänzt Werner. Also war die Idee, ihn erstmal so zu fahren, Spaß zu haben und langsam herzurichten – eine „Rolling Restoration“ sozusagen. Die richtige Restaurierung begann dann 2005 und dauerte lediglich zwei Jahre bis der „1000-er“ wieder soweit war – in reiner Handarbeit, versteht sich.
Jetzt könnte man meinen, dass der Besitzer aus dem Handwerk kommt – falsch gedacht. Werner war bis zur Rente im Technischen Bereich in einem Krankenhaus tätig.
Ich wünsche dem rüstigen Rentner mit seinen 83 Jahren noch viel Freude mit dem Wagen.
Nicht ganz so kitschig und etwas eleganter als beim Ami: das Armaturenbrett des SP 1000.



