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Klassiker im Kloster WEB

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web Duna2Typisches Uno-Gesicht, aber mit Kofferraum im klassichen 3-Box-Design. Der Kenner sieht allerdings auch die etwas höhere Motorhaube - unter anderem auch um das Reserverad im Motorraum unterzubringen. Daraus entsteht dann die obere Sicke, die sich bis zum Kofferraum durchzieht.
Fotos: Olaf Schütt


Wo sollte man anfangen über ein Auto zu schreiben, das es offiziell nur in Europa in Italien gab. Ab 1985 wurde die Duna – übersetzt Düne – in Brasilien gebaut; erst als Zweitürer genannt Premio. Der Erfolg war so groß, dass man auch im Mutterhaus in Italien überlegte, ihn dann als Viertürer zu importieren.
Wobei man den typischen Charme vom Fiat Uno Mk1 (ab 1984) ändern wollte. Dies betraf gerade den Innenraum, der dann stark an eine Mittelklasse erinnerte.


web Duna4Die Ausstattung bestand dann aus einem zum Fahrer geneigten Amaturenbrett, elektrischen Fensterhebern,


Hier gut sichtbar. Das nach vorn verlegte Reserverad im Motorraum der Duna 60 mit dem 1100-er Motor mit 58 PS.


Fünfganggetriebe, Zentralverriegelung, dem Teppich aus Velour und mit Stoff bezogenen Sitzen.
Der Viertürer, der nun in Italien als Fiat Duna offiziell 1987 verkauft wurde, war leider nicht mit Erfolg gekrönt, so dass man ihn im 1991 wieder einstellte. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der als Kombiversion namens Weekend im Angebot war und bis 1987 im Angebot war.
In Brasilien und Argentinien war die Duna erfolgreicher und fuhr dort auch als Taxi mit einem 1,7-Liter-Dieselmotor, wobei er sich mit einem Verbrauch von nur 4.5 Litern begnügte.


web Duna3Steil angestelltes Armaturenbrett und auf edel getrimmte Innenaustattung.


Seine Zuverlässigkeit und robuste Konstruktion brachten ihm 1986 den Titel "Auto des Jahres" in Brasilien ein.
Die Duna SCV bewies auf einer Rekordfahrt auf dem Hochgeschwindigkeits-Oval in Rafaela, Argentinien über 7 Tage und Nächte und dabei zurückgelegten 25.000 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 147 km/h seine Standfestigkeit. Dort stellten drei seriennahe Fiat Duna SCV 17 südamerikanische Rekorde auf.
Im Heimatland Italien wollte man kein kleines Auto mit Kofferraum haben, es gab zur selben Zeit ja schon den Fiat Regata in größerer Version, der aber eher in der Mittelklasse angesiedelt war. So blieb es beim Fiat Uno und dem Duna Weekend.
Meine persönliche Einschätzung ist, dass der Duna nicht nur verkannt wurde, sondern auch von verschiedenen italienischen Autozeitungen zerrissen wurde.
Heute sind die Fiat Duna Fahrzeuge kaum noch zu erwerben und meistens nur noch in Sammlerhänden. Aber selbst in Deutschland sind noch zwei Fahrzeuge des Typs Duna 60 zugelassen.
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Kofferaum statt Kombi-Heck. Schon der VW Derby und die Stufenheck-Version des Opel Corsa waren nicht sonderlich erfolgreich.* Einer der beiden in Deutschland registrierten Fiat Duna hat in Berlin überlebt.

*geändert/ergänzt: der Derby verkaufte sich im Vergleichszeitraum rund 40.000 mal, der Polo aber über eine halbe Million mal.