Region Nordost

Geschichte pur - das Ziel der Genusstour war die historische Raststätte Dreilinden, auf der ja eigentlich mal ein Oldtimer-Zentrum entstehen sollte.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Julian und Luzian Born, wochentags Oldtimer-Vermieter und –Vermittler, hatten das Konzept des Oldtimer Open Air etwas umgebaut: statt zwei Tage Ausstellung plus kleine Ausfahrt standen jetzt eine größere und vor allem gehaltvollere Ausfahrt und ein richtiger Tag Oldtimertreffen auf dem Plan. Der Anspruch war, nicht nur ein mehr oder minder genüssliches Cruisen entlang Brandenburger Landstraßen abzuspulen, sondern ein geschmackvolles Tagesevent auf die Beine zu stellen, eben eine Genusstour.
Startpunkt war die Zitadelle Spandau – Zentrum des Geschehens des Folgetages. Von dort fanden sich die Teilnehmer erstaunlich schnell in den entspannten Vierteln am Havelufer wieder, und spätestens in Sacrow stellte sich Brandenburger Landleben-Feeling ein.

Gut bewacht: Der Jeep ist übrigens kein Jeep - sondern ein Ford - und wurde liebevoll historisch und originalgetreu aufgearbeitet.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Open-Air-Events sind nur was für Veranstalter mit einem gewissen Hang zum Risiko. Wie die beiden Jungunternehmer Julian und Luzian Born. Sie betreiben seit 2017 eine Oldtimervermietung und -vermittlung für Film und Fernsehen und debütierten voriges Jahr mit einem zweitägigen Oldtimertreffen auf der Spandauer Zitadelle. Das historische Ambiente gibt ein perfektes Dekor für klassische Vehikel, kein Wunder also, dass dieses Jahr weit mehr Fahrzeuge als im Vorjahr das Oldtimer Open Air ansteuerten.

Bunte Truppe: IFAs in allen Varianten konnten in Ludwigsfelde bestaunt werden.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Genshagen kennen die meisten Berliner und Brandenburger aus dem Verkehrsfunk. Aber auch schon viel früher war hier ordentlich was los. 1936 baute Daimler-Benz ein Werk für Flugmotoren, das im August 1944 schwer bombardiert und nach Kriegende in die Luft gesprengt wurde. Die Technik war zuvor demontiert und nach Russland abtransportiert worden. Das technische Knowhow blieb jedoch in der Region, und so konnten 1952 die Industriewerke Ludwigsfelde ihren Betrieb aufnehmen. Wurden anfangs nur Schiffsdiesel produziert, erweiterten die IWL schon 1955 die Produktpalette um Motorroller. Troll, Wiesel und Berlin kennt jeder, der die DDR bewusst erlebt hat.