Region Nordost

Vor dem Start: Entspannte Atmosphäre beim Team Thomas Funke (r.) / Nico Rostalski am Lada-"Power-Pack" im Fahrerlager.
Foto: Oldtimerreporter.Haehnel


Zwei VW Polo GTI und zwei Suzuki Swift Sport – das waren die Fahrzeuge, denen sich das Rallye-Team Thomas Funke und Niko Rostalski mit ihrem historischen 120-PS-Lada beim Lauf in Neuruppin in ihrer Klasse geschlagen geben mussten. Bedenkt man, dass die Konkurrenten etwa gleich stark, aber klein, leicht und handlicher sind, kann sich der fünfte Platz des Oldtimerreporter-Teams schon sehen lassen und lässt auf mehr hoffen. Die Saison ist noch lang und das nächste Kräftemessen ist schon bald. Nämlich am 8. Juni bei der 18. ADAC Emmersdorfer Baron-von-Aretin-Rallye 2019.

Der geht gut: Thomas Funke ist mit der Leistung des Rallye-Klassikers zufrieden. Fotos: Oldtimerreporter.Haehnel.


Gasgeben? Nun ja, die Redaktion tut das für die Magazine, immer – sei es im Netz oder gedruckt. Zum tatsächlichen Schnellfahren – auch noch mit einem Oldtimer – haben wir aber jemand anderes gefunden. Und dieser jemand, oder diese beiden, können das auch besser, viel besser als die Redaktion. Thomas Funke und Nico Rostalski werden auch die Fahne von Oldtimerreporter in der Rallye-Saison hochhalten.
Und das natürlich mit einem standesgemäßen Auto: Der 1600-er Lada VAZ 2105 VFTS von 1986 hätte eigentlich ein beschaulicheres Sportdasein im Histo-Cup verdient. Aber: „Wir wollen bis zum Schluss richtig Gas geben. Gleichmäßigkeit ist nicht unser Ding“, sagt Pilot und Chefschrauber Thomas Funke dazu.

Martin Herkel (li.) - Gewinner des Renault-Preises im Herbst - war diesmal mit seinen wunderschönen R4 beim Angrillen. Hier im Gespräch mit Käferfan Christian Sellner, der sein rollendes Käfermuseum wieder dabei hatte.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Angrillen war angesagt – und gegrillt wurde, dass es eine Pracht war. Lecker Steak und Bratwurst. Aber eigentlich ging es natürlich um die Oldtimer. Da gab es viel Interessantes zu sehen. Und wie versprochen, war dieses Mal auch genügend Platz für alle da, es hätten sogar noch einige mehr kommen dürfen. Doch nicht die Menge macht’s, sondern die vielen, besonderen Einzelstücke mit ihren ganz speziellen Geschichten.
So fand sich gegen Nachmittag ein WAS 2105 „Shiguli“, bei uns Lada Nova genannt, mit 1300er Motor ein. Die weiße Karosse war mit einem schwarzen Vinyldach optisch aufgewertet – so schien es. In Wahrheit handelt es sich um eine Folierung in Vinyloptik, die ausgesprochen gut gelungen ist. War nicht nur für mich neu.
Definitiv selten ist heutzutage der Opel Rekord P 2 CarAvan. Wie damals üblich, bot Opel auch beim P 2 eine große Palette an Karosserievarianten an: 2- und 4-türige Limousinen, das als „rasender Kofferraum“ bekannte Coupé und – noch seltener als der CarAvan: Lieferwagen und ein (von Autenrieth geschneidertes) Cabrio. Der CarAvan in Köpenick befand sich in einem traumhaften Zustand und versprühte damit diesen wunderbaren Charme der frühen sechziger Jahre.