Ticker Tricolore

Hier gibt's aktuelle Meldungen um das Savoir-Vivre auf Rädern.

Einer der ersten Turbos von 1981 bei einem Treffen 2010 in Zandvoort. Foto: Alf van Beem


Sie wissen nicht wer Jean Terramorsi ist? Müssen Sie auch nicht. Dafür kennen Sie aber den Renault 5 Turbo? Okay. Das sollte genügen. Denn diesen Donnerbolzen hat eben dieser Jean - seines Zeichens Kleinserienchef bei Alpine in Dieppe - 1977 auf den Weg gebracht und mit Zustimmung und Unterstützung von Renault vor etwas mehr als 40 Jahren realisiert.
Gedacht war das brettharte Gerät mit Mittelmotor, Antrieb hinten und 160 PS aus 1400 Kubik in erster Linie für den Motorsport.
Rund 8000 Autos der Modelle Turbo und Turbo 2 waren in Dieppe entstanden, als die FIA die Gruppe B im Rallyesport schloss, und Renault demzufolge 1986 das Projekt einstellte.
Drei Siege bei WM-Läufen konnte der Bolide bis dahin einsammeln: Monte Carlo 1981, Tour de Corse 1982 und 1985. Apropos Sammeln - Sammler müssen heute mindestens etwa 80.000 Euro gesammelt haben, um dieses Sammlerstück in gutem Zustand in ihre Sammlung eingliedern zu können...
Zum Fahren auf öffentlichen Straßen ist er eher wenig geeignet - kann man doch mit dem Popometer beim Überrollen problemlos eine Kirschblüte von einer Apfelblüte unterscheiden.
Der kleine Bruder - der R5 Alpine / Alpine Turbo ist dagegen schon ab etwa 12.000 Euro in ordentlichem Zustand zu haben.

Als Laurens van den Acker seinen Dienst als Chef-Designer bei Renault antritt, zeigt er der Konkurrenz zuerst einmal, wo der Frosch die Locken hat. Mit einer wahrlich atemberaubenden Studie kündigt er die zukünftige Formensprache der Serien-Modelle an. Und zeigt gleichzeitig, zu was die Franzosen fähig sind. DeZir – dieses Kunstwort spricht sich (vollkommen beabsichtigt) wie das französische Désir. Begierde. Was den Antrieb angeht, eigentlich würde man hier mindestens das aktuelle Alpine-Aggregat erwarten. Doch weit gefehlt: Der DeZir ist ein Elektromobil! Was nicht bedeutet, dass diese lupenreine Sportwagenstudie ein Blender wäre, im Gegenteil. Der Elektromotor im Heck leistet 150 PS, das bringt den DeZir (das Z steht übrigens für Z.E., also Zero Emission) in fünf Sekunden von 0 auf 100. Die 50 km/h-Marke erreicht der Strombolide schon in zwei Sekunden. Gut, die Reichweite erscheint etwas dürftig, aber immerhin reichen die Batterien für gute 160 Kilometer aus. Also, den würde man sich beim Händler wünschen, c’est ne pas?

Foto: Renault



1928 begründete das Modell C4 bei Citroën das, was man heute gemeinhin als Kompaktklasse bezeichnet. Die ab September 2020 lieferbaren Modelle C4 und ë-C4 setzen diese Tradition fort. Erfolgreich war dieses Fahrzeugsegment bei Citroën von Anfang an. Komfort und Eleganz überzeugten ab 1928 rund 250.000 Automobilisten. 1961 griff man dieses Segment erneut auf und präsentierte die Baureihe Ami6 und Ami8, die mit ihrem avantgardistischen Design gut 900.000 Käufer überzeugen konnte. Die Nachfolger GS und GSA konnten dieses Ergebnis mehr als verdoppeln, knapp zwei Millionen Kunden ließen sich von Citroëns 70er-Jahre-Ikone zum Kauf animieren. Auch der BX (2,2 Millionen) und sein Nachfolger ZX (2,5 Millionen) konnten das noch einmal toppen. Der Xsara schaffte immerhin 1,3 Millionen Einheiten. Der aktuelle C4, inklusive unseres grünen Cactus, ebnete den Erfolgsweg für die neue Generation mit 3,44 Millionen Exemplaren. Wünschen wir der neuen Generation des C4 und ë-C4, dass es so weitergehen möge.
Foto: PSA