Vintage-Truck.de

 

Ja, auch Lkw - oder neudeutsch Trucks - gibt es als Oldtimer. Und das Interesse steigt. Wir sehen das an den Zugriffszahlen auf unsere Nutzfahrzeug-Artikel. Und deshalb haben wir das dazugehörende Web-Magazin hier eingeführt. Es ist ganz leicht und direkt über die Internetadresse www.vintage-truck.de erreichbar. Viel Spaß dabei!
Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

 

Bagga faaaahrn... ein Fuchs-Bagger und ein Henschel HK 100-Kipper beweisen, dass sie heutezutage immer noch topfit sind.
Fotos: Oldtimerreporter.Müller


Sie haben schon immer nach einem fahrbaren Massagestuhl gesucht?  Einem Gerät, dass Sie mit 3400 Vibrationen in der Minute aufs Feinste durchknetet und dabei sogar von A nach B bringt?  Voila, hier auf der historischen Baustelle der IG historische Baumaschinen in Huttenheim finden Sie es:  Das Modell Straßenwalze! Fein austariert, lässt es auch weitere an der Strecke Anwesende selbstverständlich an den Vibrationen teilhaben. An jeder Einzelnen! Dazu ist dieses Gefährt noch höchst elegant gebaut und pflegt einen schlanken Fuß. Na, wäre das nicht etwas für Sie als Zweitwagen?
Für die kleinen Kinder, großen Kinder und Männer unter Ihnen (ja, manche sagen, dass Letztere das Gleiche sind) finden sich hier weitere herrliche Spielzeuge, die im Leben von wichtiger Bedeutung sind: BAGGER! In Studien wurde sicher schon bewiesen, dass Menschen, die ohne Bagger aufgewachsen sind, etwas in ihrer Entwicklung fehlt.

Der Große mit Doppelkabine (hier mit untenliegenden Scheinwerfern) und Tankauflieger.
Fotos: Daimler AG.


Bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es eigentlich nahezu völlig wurscht, wie groß oder lang ein Lastkraftwagen zu sein hatte. Fast von Anfang an setzte sich die Bauweise der Hauben-LKW durch. Sprich: größtmögliche Ladefläche, Fahrerkabine und Motor davor. Doch ein Beschluss des Verkehrsministers setzte dem maßlosen Treiben ein Ende. Es kam die Längenbeschränkung für Lastwagen. Was die Kreativität des Untertürkheimer Autobauers beflügelte.
Was tun? Sprach nicht nur Zeus, das fragte sich vor allem Daimler-Benz. Wenn man engere Vorgaben hat, dann muss man auch Ideen haben. Die Nutzfläche ist bekanntermaßen das Wichtigste bei einem LKW. Also muss jene unangetastet bleiben. Was bleibt dann also noch? Richtig. Der Rest.

1965-er LS 911 Sattelzugmaschine mit Ackermann Pritschenauflieger.
Fotos: Hersteller


Ein üppiger Vorbau mag Sängerinnen zweifelhafter Güte zu Auftritten verhelfen, nicht aber dem Absatz von Lastwagen. Denn da zählte jeder Zentimeter Ladefläche, was Mercedes-Benz dazu brachte, 1959 die so genannten Kurzhauber mit reduziertem Vorderwagen einzuführen. Mercedes-Benz besann sich 1959 mit der völlig neuen Lastwagen-Generation auf die goldene Mitte: Die klassischen Lkw mit langer Motorhaube und freistehenden Kotflügeln wurden nicht auf einen Schlag durch Frontlenker mit komplett unter dem Fahrerhaus liegendem Motor abgelöst, sondern durch die so genannten „Kurzhauber“. Dabei rückte der Motor nur ein Stück unter die Kabine, und die Fahrzeugfront zeichnete eine kurze, runde Haube aus. Gestalterisch orientierte sich der Kurzhauber mit integrierten Scheinwerfern und Kotflügeln deutlich an den Stuttgarter Ponton-Limousinen.